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Gesellschaft CJZ Kreis Recklinghausen e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.

Friedrich-Ebert-Str. 40
45659 Recklinghausen

Fon 0 23 61 - 50 19 00
E-Mail cjg-re@gmx.de
Homepage www.cjg-re.de

 

Studienreisen

Aktuelle Angebote in 2026 und 2027


Prag - Die goldene Stadt im Herzen Europas

18. – 22. Oktober 2026



Studienreise

Prag steht für den Prager Fenstersturz, Jan Hus und die Böhmischen Brüder, ist Schauplatz des Golem und der Kaffeehauskultur nicht nur Frank Kafkas. Es steht auch für die Erste Tschechoslowakische Republik 1918 mit T.G. Masaryk, dem Philosophen und Präsidenten, für den stalinistischen Schauprozess gegen Slánsky, den Prager Frühling mit Dubcek und Palach – und Václav Havel, den Literaten und Präsidenten der Tschechischen Republik. Prag steht für viele Namen aus Kunst, Musik, Kultur und Literatur. Wir wollen versuchen, den Besonderheiten Prags auf die Spur zu kommen.

Mit:
Signal Festival, Konzert, Bootsfahrt, Prager Burg, Altstädter Markt, Jüdisches Viertel u.a.

Programm, Kosten u. Anmeldung: Info-Flyer


Berlin mit Exkursion nach Oranienburg

03. – 07. März 2027



Studienreise

Die Studienreise mit dem Bus ab Recklinghausen führt uns zuerst nach Oranienburg. Die lange Geschichte dieser Stadt ist eher wenig bekannt. Es gibt Spuren jüdischer Geschichte und Gegenwart zu entdecken.
In Berlin geht es um wichtige Orte der deutschen Geschichte. Dafür stand und steht insbesondere Berlin als Hauptstadt unter mehreren Regierungsformen: Im Kaiserreich entstand das Reichstagsgebäude, das unter den Nationalsozialisten dem „Reichstagsbrand“ zum Opfer fiel. In der Zeit der deutschen Teilung war (Ost-)Berlin Hauptstadt des SED-Regimes und nach der Wiedervereinigung die Hauptstadt der zweiten deutschen Demokratie. Im Reichstagsgebäude befindet sich heute der Sitz des Bundestags. 
Ein Besuch mit Gespräch und Besichtigung der Kuppel ist angefragt. Führungen im Deutschen Dom durch die „Parlamentshistorische Ausstellung“ können an dem Tag individuell wahrgenommen werden. Auch ein Besuch der Gedenkstätte z.B. für die Sinti und Roma oder des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in der Nähe des Brandenburger Tors bieten sich an. 
Ein Besuch mit Führung im Stasimuseum gibt Einblicke in die Zeit der SED-Diktatur. Und eine Führung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit beleuchtet diesen oft vergessenen Teil der NS-Zeit. 
In Berlin gibt es wieder ein reichhaltiges pulsierende jüdische Leben. Die Teilnahme an Führungen zur jüdischen Geschichte und Gegenwart, die am Samstagvormittag angeboten werden, ist möglich. Ein Besuch im Jüdischen Museum ist ebenfalls kostenfrei.
Am 7. März 2027 wird in Berlin die Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an die Schauspielerin Uschi Glas, die Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin a.D. Petra Pau und die Journalistin, Autorin und Filmemacherin Düzen Tekkal verliehen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung bildet den Abschluss der Studienreise. 

Leitung: Roswitha Killinger und Gerda E.H. Koch
Programm, Kosten und Anmeldung: Info-Flyer
Kooperation:  Auslandsgesellschaft.de Dortmund (Reiseveranstalter), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund, Gelsenkirchen und Kreis Recklinghausen, GEE–Pädagogische Akademie, Kinderlehrhaus e.V., Verein für Orts und Heimatkunde Recklinghausen, VHS Herne, VOHR (Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen) 


Emilia Romagna – auf kulturellen, historisch-politischen und jüdischen Spuren

30. Mai bis 06. Juni 2027



Studienreise

Die Studienreise mit dem Bus ab Recklinghausen in die Emilia Romagna führt uns zu berühmten Orten in Oberitalien. Nicht wenige verbinden wir mit dem Namen italienischer Spezialitäten. Auch wenn diese nicht zu kurz kommen, stehen bei der Reise andere Schwerpunkte im Vordergrund: Wir werden mehr über die Geschichte und Kultur erfahren, von Widerstand gegen den Nationalsozialismus hören und alten jüdischen Spuren folgen.
Über Offenburg (mit Zwischenübernachtung) gelangen wir nach Correggio, der zweitwichtigsten Stadt in der Region Emilia-Romagna. Von diesem Standort aus unternehmen wir unsere Tagesfahrten. Auf dem Programm stehen z.B. Parma, Bologna, Reggio Emilia, Ferrara und Nonantola. Der Rückweg führt über Innsbruck, wo wir nach kurzer Stadtführung übernachten.

Preis: 1.390,00 € im DZ, EZ-Zuschlag 160,00 €, (EZ sind nur begrenzt verfügbar!)
Leitung: Roswitha Killinger und Gerda E.H. Koch
Flyer: Info-Flyer
Vorbereitung: 15. März 2027, 18.00 Uhr, Auslandsgesellschaft.de, Steinstr. 48, 44147 Dortmund 
Kooperation: Auslandsgesellschaft.de Dortmund (Reiseveranstalter), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund und Gelsenkirchen, GEE–Pädagogische Akademie, Kinderlehrhaus e.V., VHS Datteln, Herne, Herten und Recklinghausen 



Bamberg, Nürnberg und Würzburg – auf kulturhistorischen und jüdischen Spuren

05. bis 09. September 2027



Studienreise

Nürnberg erinnert viele spontan an Lebkuchen, Christkindelmarkt, Würstchen und Spielzeug – vielleicht auch an die „Reichsparteitage“, die „Nürnberger Rassegesetze“ oder die „Nürnberger Prozesse“. Nürnberg als eine kleine Großstadt in Franken ist Standort der Reise und Ausgangspunkt für die Tagesfahrten und bietet mit dem mittelalterlichen Flair seiner Altstadt, der Burg und Fachwerkbauten zahlreiche Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung an den Abenden. Durch ihre Geschichte, z.B. die Verbindung zur Kaiserzeit, galt Nürnberg den Nationalsozialisten als ideale Verankerung die Kulisse für monumentale Aufmärsche. Diesem Bild will Nürnberg heute als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ entgegenwirken.
Bamberg und Würzburg zeugen ebenfalls vom Glanz der Kaiser. Berühmt ist der mächtige Bamberger Kaiserdom in der Altstadt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und Teil der tausend Jahre alten Geschichte der Stadt ist. Auch Würzburg kann mit einem Dom aufwarten sowie mit einem weitläufigen Palast aus dem 18. Jahrhundert, der imposanten Residenz, seit 1981 ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Heute befinden sich die weitgehend erhalten gebliebenen Gestapo-Unterlagen für Unterfranken im Staatsarchiv Würzburg in dieser Residenz.
Fürth zeichnet sich durch eine reichhaltige jüdische Geschichte u.a. mit einer berühmten Talmudschule sowie dem ersten jüdischen Krankenhaus in Deutschland aus. Der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung betrug zeitweise bis zu 19 Prozent. 
Trotz der fast erfolgten Auslöschung jüdischen Lebens durch die Nationalsozialisten hat heute jeder der vier Orte wieder eine jüdische Gemeinde, und es gibt erhaltene Spuren und Zeugnisse eines einst blühenden jüdischen Lebens. 
Die Studienfahrt steht in der Spannung zwischen kulturhistorischen Highlights und der Zeit des Nationalsozialismus. Vom „Glanz der Kaiser“ wurden die Orte schnell zu Hochburgen der NS-Ideologie – und aus „Grüß Gott“ wurde „Heil Hitler“. 

Leitung: Roswitha Killinger und Gerda E.H. Koch
Flyer: gerda.koch-gcjz@t-online.de
Kooperation: Auslandsgesellschaft.de Dortmund (Reiseveranstalter), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund und Gelsenkirchen, GEE–Pädagogische Akademie, Kinderlehrhaus e.V., VHS Datteln, Herne und Recklinghausen