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Gesellschaft CJZ Kreis Recklinghausen e.V.

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Verantwortung und Menschenwürde. Jüdische Ethik im Umgang mit der Künstlichen Intelligenz

Vortrag von Abraham de Wolf, Frankfurt

04. November 2026


Wolfgang-Borchert-Gesamtschule - 19.00 Uhr
Beisinger Weg 80, Recklinghausen


In Europa regelt die EU grundsätzlich die Entwicklung und den Umgang mit der künstlichen Intelligenz. Interessant ist wie in den Grundpapieren der EU die Verantwortungsethik des jüdischen Philosophen Hans Jonas erkennbar eine Grundlinie der Überlegungen ist. Im Grundgesetz ist in Artikel 1 der Staat verpflichtet, die Menschenwürde „zu achten und zu schützen“. Was ist aber die Menschenwürde? Darauf gibt die Kabbala durch Adam Kadmon (Urmensch) eine deutlich moderne Antwort, die 1486 vom christlichen Mönchen Pico della Mirandola in die christliche Welt einbracht wurde, wenn auch der Text vom Papst verboten und gegen della Mirandola ein Haftbefehl erlassen wurde. 

Wie kann die deutsche Politik und unsere Gesellschaft mit der KI umgehen, vielleicht mit jüdischer Verantwortungsethik und dem jüdischen Grundverständnis der Menschenwürde? Insbesondere in der Anwendung am Arbeitsplatz ist es dabei naheliegend, auf die Gedanken von Hugo Sinzheimer (1875–1945) zur „sozialen Selbstbestimmung im Recht“ (1916) zurückzugreifen. Hugo Sinzheimer gilt als „Vater“ des deutschen Arbeitsrechts und hat als jüdischer Jurist und SPD-Abgeordneter 1919 diese Sätze in die Verfassung eingebracht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich Dienst sein für das Gemeine Beste.“ Selbstverständlich ist dieser Grundsatz auch auf die KI-Software anwendbar. 

Mit einem Grußwort von Bürgermeister Axel Tschersich, Recklinghausen

Abraham de Wolf, Frankfurt, ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Softwarerecht und KI, ehem. Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Heidelberg. Autor, Vorsitzender von Torat Hakalkala und stellv. Vorsitzender des Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokraten

Gerda E.H. Koch, Moderation

Anmeldung: Erbeten unter gerda.koch-gcjz@t-online.de