Gesellschaft CJZ Kreis Recklinghausen e.V.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Fon 0 23 61 - 50 19 00 |
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
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Ausstellung
VHS im Dorfschultenhof
Genthiner Str. 7, Datteln
Auf 26 Ausstellungstafeln wird auf das Schicksal einer lange vergessenen und verdrängten, zahlenmäßig jedoch ausgesprochen großen Opfergruppe der NS-Zeit aufmerksam gemacht: Die Gruppe der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.
Am Beispiel des Entbindungs- und Abtreibungslagers in unserer Nähe, in Waltrop-Holthausen, werden die Schicksale der Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder beleuchtet. Die meisten kamen aus Polen, der UdSSR und der Ukraine. Sehr viele der Zwangsarbeiterinnen waren selbst noch Heranwachsende, z.T. Kinder. Sie mussten in der Industrie – hier u.a. in den Zechen –, aber auch in der Landwirtschaft, in Privathaushalten u.a.m. oft unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften. Kaum ein Bereich, in dem keine Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter eingesetzt wurden. Sie waren sozusagen überall und damit in der deutschen Öffentlichkeit präsent. Auch jüdische Opfer gehörten dazu, wie die Beispiele von Rolf Abrahmsohn aus Marl (vielen noch als Zeitzeuge bekannt) und Cornelia Basch (Mutter von Judith Neuwald-Tasbach, der Ehrenvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen) zeigen.
Neben einführenden Tafeln und der Präsentation der Einzelschicksale geht es auch um die Frage der Entschädigung, die erst nach heftigen Diskussionen und Gründung der Stiftung EVZ im Jahr 2000 begann.
Die Ausstellung ist unter Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule Recklinghausen und des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Waltrop entstanden.
„Durch dieses Projekt haben wir nicht nur historische Fakten kennengelernt, sondern auch verstanden, welche Bedeutung Erinnerungskultur für unsere Gegenwart und unsere Zukunft hat.“
„Indem wir uns mit Menschen wie Maria Wieclaw beschäftigen, übernehmen wir Verantwortung. Wir halten die Erinnerung lebendig und tragen dazu bei, dass ihre Geschichte nicht verloren geht. Genau darin liegt die wichtigste Aufgabe solcher Projekte: aus der Vergangenheit zu lernen, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen.“
Kooperation: VHS Datteln